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Bis ans Ende der Welt

Wiliam Hurt Bis ans Ende der Welt

Düsseldorf-Berlin. Ich rase durch die Nacht. Viereinhalb Stunden, das ist genau die Zeit, die der Film „Bis ans Ende der Welt“ von Wim Wenders braucht, um ebendahin zu gelangen. Der Film, der zur Berlinale 2015 zum ersten Mal öffentlich in der Directors Cut Version gezeigt wird ist selber eine Reise bis ans Ende, bis ans Ende des Sitzleders, bis ans Ende des Popkorn-Eimers und des ins Kino geschmuggelten Biers, bis ans Ende der Dauer, die man die Augen offen halten kann. Lang ja, zu lang nein. Bei 287 Minuten versinkt man selber nicht nur im Sessel sondern auch im Film, der einen auf eine unfassbare Reise nimmt, wenn man bedenkt, wann er gedreht wurde: 1991 – kein Mensch hatte ein Handy, aber die Menschen im Film haben alle iPads! Die SMS war noch nicht erfunden, aber im Film skypen sich die Charaktere zusammen – schalten sich zu Videokonferenzen zusammen aus allen Kontinenten – ja Solveig Dommartin (im Himmel über Berlin nur Trapezkünstlerin, hier aber in der Hauptrolle) schaltet sich sogar aus dem Weltall zu. Wim Wenders tritt zum Ende des Filmes auf die Bühne. Selber etwas genervt darüber, dass es wegen der 20-Minütigen Pinkelpause so spät geworden ist, beantwortet er die Frage über die prophetischen Elemente des Films lapidar mit: Ach, ich dachte, das wäre nett, wenn die Leute sich beim Telefonieren auch sehen könnten. Heute ist das Bild der in sich rsp. ihre Geräte versunkenen Menschen in jeder U-Bahn alltäglich. Offensichtlich hat Wenders eine noch schnellere Entwicklung vorausgesehen – spielt sein Film doch am Übergang vom Jahr 1999 zum Jahr 2000.

Wenders hoch
Berlinale 2015 Wim Wenders

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weiß = weiblich?

iPhone weissDas neue iPhone ist da! Ausgewählt hab ich als Cover-Farbe Silber, doch oh Schreck, auf der Innenseite ist das Ding WEISS! Nun habe ich einen existenziellen Konflikt und frage drum Dich, lieber Leser, liebe Leserin: Ist weiß=weiblich? Und wenn ja: zu weiblich für einen Mann?

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one second of fame

Das Absetzen, Absondern (auch bekannt als Posten) eines Kommentars (zu was auch immer) auf Facebook, Twitter (oder wo auch immer) soll das Belohnungszentrum im Hirn in ähnlicher Weise stimulieren wie Sex. Wir sollten uns also die Frage stellen, warum wir das 10x am Tag tun und in aller (oder für alle) Öffentlichkeit.