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aus geschildert

Wenn wir an einem Ort sind, den wir selber kennen, verlassen wir uns  auf unsere eigene Orientierung. Wäre parallel das Navigationssystem aktiviert, könnten wir noch erkennen, wie es bisweilen absurde Wege zum Ziel auswählt. Normalerweise jedoch ist es umgekehrt: Wir sind an einem Ort, den wir nicht kennen und vertrauen blind dem Navi. Mehr aus Gewohnheit, vergleichen wir noch, ob das, was auf dem Straßenschild steht, mit dem übereinstimmt, was der Bildschirm uns zeigt und die freundliche Frau uns sagt, und sind immer wieder von neuem erfreut, dass es stimmt. In 200 Metern rechts in die Maaßentraße abbiegen, aha, da ist sie ja schon, die Maaßenstraße. Steht da, Weiß auf Blau auf einem Messingschild – aus dem Ende des 19. Jahrhunderts.

Noch vor wenigen Jahren hatten nur Autos Navigationsgeräte, heute navigieren sich schon Heerscharen von Touristen mit ihren Smartphones durch fremde Städte und Alpinisten vertrauen darauf, dass das Gerät den richtigen Weg zwischen Gletscher und Geröllhalde findet. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis jeder Mensch ein Navi bei sich trägt und jederzeit weiss, wo er ist. – Das ist der Moment, in dem wir die Schilder abhängen können, die Autobahnschilder, die Ortsschilder, die Straßenschilder, alle.

Und die Straßen-Namen? Sind dann eigentlich auch nur noch unnötige Deko. Das Navi braucht sie nicht, um uns zum richtigen Ort zu bringen. Reicht, wenn ich Siri bitte, mich zu Paul zu bringen, und Siri führt mich zu Paul, blind. Zugegeben, wenn ich jemandem einen Ort beschreiben will, wird das schwierig, so ganz ohne Namen: Ich wohne 52° 29′ 53″ N , 13° 21′ 10″ O, komm mich doch mal besuchen, wenn Du in der Gegend bist. – Ah wie praktisch, ich wohn nicht weit weg in 52° 29′ 54″ N , 13° 21′ 11″ O.

Wenn man den Gedanken konsequent zu Ende denkt, sind gar keine Schilder mehr nötig, in dem Moment, wo jeder Mensch jede nötige Information digital und im richtigen Moment zugespielt bekommt. Dann braucht es auch keine Stop- oder Achtung- oder Wasauchimmer-Schilder mehr. Man stelle sich vor, wie radikal das vor allem die uns bekannten Stadt-Bilder verändern wird.

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Trac my Mac

Und während dem draußen sich die Demonstration gegen die Überwachung durch die NSA langsam verläuft richte ich mir hier drinnen mein neues Mac Book ein. Und auf die Frage des Mac Finder Programmes, ob ich denn will, dass mein Mac gefunden werden kann, sag ich beherzt ja – ich will alles finden, ich will nur nicht gefunden werden.

Nun ist es also so weit. Ab sofort wird nicht nur registriert, Was ich schreibe sondern auch Wo ich es schreibe. Trac my Mac stellt einen hohen Anspruch an die eigene Integrität. Vielleicht macht das ja bessere Menschen aus uns. Vorbei die Zeit, wo man noch in zwielichtigen Bars schreiben konnte. Wenn Du’s dennoch tust, vergiss nicht, Dich bei Foursquare einzuloggen.