Systematische Verstümmelung der Sprache

Die digitale Wirtschaft betreibt, oft aus vermeintlicher Originalität, oft aber auch aus der puren Not heraus eine systematische Verstümmelung der Sprache(n). Nirgendwo ist dies deutlicher als in den Namen der Online-Unternehmen, aber auch in den URLs () der traditionellen Unternehmen.

Die Eigennamen
Unternehmen, die schnell genug (oder nicht schnell genug und dafür reich genug) waren, konnten sich noch ihre eigenen Namen als URL sichern:
-post.de
-bahn.de

Die Zwangs-Zusätze
Die Unternehmen, die weder schnell noch reich genug sind haben unschöne Zusätze wie
http://www.volvocars.de (und da geht’s schon los: war das jetzt mit oder ohne Bindestrich?)

Die Expliziten
– poppen.de, leicht zu merken (aber auch leicht mit ficken.de zu verwechseln)
– pizza.de (da muss Lieferheld.de schon ein paar Millionen in die Hand nehmen, um so klar zu sagen, was sie tun. Kommt dazu; jeder liebt Pizza, nicht jeder mag Helden. Und nicht jeder mag ein italohispanisches Lieferando)

Und jetzt wird’s sprachlich abenteuerlich
– swoodoo (ebenso nichtssagend wie opodo)
– flickr (zählt zusammen mit tumblr zu den schweren Halskrankheiten – und das sagt ein Schweizer! – währenddem pinterest zu den leichten Halskrankheiten zählt)

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