Herrmann

Herrmann ist 79. Er kommt aus Basel. Er war dort Lehrer an der Rudolf Steiner Schule. Er hat seine Arbeit sicherlich sehr gewissenhaft gemacht, vielleicht vierzig Jahre lang. Und jetzt das. Kaum ist Herrmann raus aus dem Berufsleben, schwappt diese Welle über die Jugend herein, die er zeitlebens versucht hat zu guten Menschen zu erziehen. Von Spielzeug mit Batterien, Robottern mit blinkenden Augen und sprechenden Barbie-Puppen hat er sie erfolgreich ferngehalten, zugunsten von Bauklötzen aus lokalem Eichenholz, Neocolor und umweltschonend gebleichtem Papier. Und nun sieht er sie aus den Schulen strömen, in der Tram sitzen, von der Welt abgeschieden mit bunten Kopfhörern, in ihre Geräte starrend. Herrmann will etwas dagegen tun. Er zieht sich zurück. Wir treffen Ihn in einer Dachkammer eines Hauses eines namenlosen Dorfes in Brandenburg. Dort denkt er darüber nach, wie er die Welt retten kann, vor einem Phänomen, das er selber nie kennengelernt hat.

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