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Crowdstorm

Aus der aktuellen brand eins

Ködern, drangsalieren, im Regen stehen lassen oder mitarbeiten lassen – es gibt verschiedene Arten, mit dem eigenen Kunden umzugehen.

Ausquetschen: MyTaxi 
Bedrohen: Samsung 
Ignorieren: diverse Fluggesellshchaft 
Entscheiden lassen: Thalia Theater 
Einspannen: Cuboro 
Mitbestimmen lassen: Victorinox

Der Crowdstorm Prozesses für Victorinox auf der Plattform jovoto (S. 66)Bild

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Die Freuden des digitalen Immigranten

Ich bin es leid, über die Leiden des digitalen Immigranten zu schreiben. Ja, ich habe ein Problem damit, wenn alle sechs Monate ein Betriebssystem-Update herauskommt, an das sich mein ab 1970 programmiertes Hirn gewöhnen soll. Ich will aber in Zukunft auch vermehrt über die neuen Freuden und Freiheiten schreiben, die mir das digitale Zeitalter beschert: Diese Woche ist beispielsweise das Berliner Startup Carzapp mit ihrem Carsharing-Dienst an den Start gegangen und erweitert die sowieso schon enorme Flotte der mir zur Verfügung stehender Autos in der Stadt noch einmal – Bhagwan würde erblassen vor Neid.

Und: Vor mir auf dem Tisch liegt (m)eine Auswahl der 58mm Limited Edition der Schweizer Taschenmesser von Victorinox. Entstanden sind die Designs nicht hinter verschlossenen Mauern in einem Kämmerlein des Traditionsunternehmens im Örtchen Ibach in den Schweizer Voralpen. Entstanden sind sie in zwei internationalen „Crowdstorms“ auf der kreativen Crowdstourcing Plattform jovoto, bei denen tausende von Kreativen aus über sechzig Ländern der Welt teilgenommen haben und selber darüber abgestimmt haben, welche Taschenmesser hergestellt werden sollen. Mag der Begriff Prosument ansonsten abstrakt erscheinen; hier kann man die von ihm geschaffenen Produkte ansehen und anfassen.

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Die Messer der 2012er und der 2013er Edition sind weltweit erfolgreich auf dem Markt. Der Crowdstorm für 2014er Edition beginnt in drei Tagen, am 30.10.2013.

Und wenn das hier wie ein Werbetext klingt, dann nicht, weil es ein Werbetext ist (sonst würd‘ ich ihn in einem Medium veröffentlichen, das auch Leser hat) sondern weil ich mich im Stillen freue, als digital Immigrant (und als Schweizer) Teil dieser wundersamen Entwicklung zu sein.