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Teilchenbeschleuniger

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Heute Nacht habe ich einen 3D Kino würdigen Traum geträumt: Eine Staffel asymmetrischer, kubistischer, fliegender Kampfmaschinen legen vor den staunenden Touristen auf dem Ausflugsschiff halb Manhatten in Schutt und Asche. Man ahnt, es geht hier um eine Machtdemonstration, eine eventuelle Verunsicherung ist unbeabsichtigt.

Schnitt: Dieselben unförmigen Maschinen rasen durch die Tessiner Täler knapp über der Wasseroberfläche. Sie können sich sogar wie einige Vögel ins Wasser stürzen, und so taucht denn unvermittelt ein solches Gerät vor dem Bootssteg auf, auf dem ich grad gemütlich mit meiner Freundin sitze. Ein aus der Maschine ausgefahrenes Gewehr ist präzise auf meinen Kopf gerichtet und eine Stimme bittet mich – trotz des Tessins auf Schweizerdeutsch – mich auszuweisen.

Schnitt: Als emanzipierter Bürger möchte ich natürlich der Sache auf den Grund gehen. Ich finde eine Hotline der Kantonspolizei bei der mir ein freundlicher Mann erklärt, man würde jetzt diese Geräte einsetzen, um die Sicherheit in der Schweiz zu erhöhen. In einem Blog finde ich den Beitrag eines besorgten Bürgers, der fragt, ob die Maschinen denn auch genügend Munition mit sich führen würden. Ich überlege mir, dass die High Tech Ungeheuer bestimmt auch ihre Munition fortlaufend aus Materie generieren könnten, die sie aus der Luft sammeln, sehe dann aber davon ab, meine Idee in dem Blog kundzutun.

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Die Freuden des digitalen Immigranten

Ich bin es leid, über die Leiden des digitalen Immigranten zu schreiben. Ja, ich habe ein Problem damit, wenn alle sechs Monate ein Betriebssystem-Update herauskommt, an das sich mein ab 1970 programmiertes Hirn gewöhnen soll. Ich will aber in Zukunft auch vermehrt über die neuen Freuden und Freiheiten schreiben, die mir das digitale Zeitalter beschert: Diese Woche ist beispielsweise das Berliner Startup Carzapp mit ihrem Carsharing-Dienst an den Start gegangen und erweitert die sowieso schon enorme Flotte der mir zur Verfügung stehender Autos in der Stadt noch einmal – Bhagwan würde erblassen vor Neid.

Und: Vor mir auf dem Tisch liegt (m)eine Auswahl der 58mm Limited Edition der Schweizer Taschenmesser von Victorinox. Entstanden sind die Designs nicht hinter verschlossenen Mauern in einem Kämmerlein des Traditionsunternehmens im Örtchen Ibach in den Schweizer Voralpen. Entstanden sind sie in zwei internationalen „Crowdstorms“ auf der kreativen Crowdstourcing Plattform jovoto, bei denen tausende von Kreativen aus über sechzig Ländern der Welt teilgenommen haben und selber darüber abgestimmt haben, welche Taschenmesser hergestellt werden sollen. Mag der Begriff Prosument ansonsten abstrakt erscheinen; hier kann man die von ihm geschaffenen Produkte ansehen und anfassen.

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Die Messer der 2012er und der 2013er Edition sind weltweit erfolgreich auf dem Markt. Der Crowdstorm für 2014er Edition beginnt in drei Tagen, am 30.10.2013.

Und wenn das hier wie ein Werbetext klingt, dann nicht, weil es ein Werbetext ist (sonst würd‘ ich ihn in einem Medium veröffentlichen, das auch Leser hat) sondern weil ich mich im Stillen freue, als digital Immigrant (und als Schweizer) Teil dieser wundersamen Entwicklung zu sein.