Mehr Müll

Mir war klar, dass es das geben muss. Und jetzt, wo ich’s seh‘ empfinde ich dennoch Ent-Täuschung. Buffer: Ein Programm, dass vorbereitete Tweets über den Tag verteilt in die Welt plappert, um den Eindruck zu erwecken, das da jemand ganz besonders wach ist, währenddem der jemand grad pennt oder ein Bier trinkt oder im Freibad schwimmt. Ich fühle mich verarscht, sah ich doch den einzigen Sinn von Twitter in der Aktualität dieses Mediums. Zum Beispiel marschieren 200 Polizisten am Görlitzer Bahnof auf und Twitter sagt mir warum (ich bin etwas beschämt, als mir auffällt, dass ich zuerst Twitter befrage, bevor mir einfällt, dass ich auch einen der 200 Polizisten fragen könnte). Andererseits erklärt mir die Entdeckung von Buffer auch, wie systematisch kommunikativer Müll generiert wird, zumal Buffer ja nur eine von vielen kommunikativen Dreckschleudern ist. – Wenn die Leute sich schon die Mühe nicht mehr machen, ihre Tweets selber zu verschicken, warum soll sich dann irgendjemand die Mühe machen, diese zu lesen? Kommunikation der Kommunikation Willen, das ist ungefähr so nervig, wie die penetranten Schulkinder, die einfach mal die Hand heben, um dem Herrn Lehrer oder der Frau Lehrerin zu zeigen, dass sie anwesend sind aber keine Ahnung haben, was sie sagen wollen, wenn sie mal gefragt werden.

Noch ein Weg, wie kommunikativer Müll in die Welt gelangt: Eine Studie ergibt, dass ein Großteil aller Artikel, die bei Facebook gepostet werden, vom Poser selbst nicht gelesen wurden. Ich share hier mal den Artikel mit Euch. Selber habe ich ihn nicht gelesen.

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