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Mensch, Du kannst ja sprechen!

Ein weiteres mal zum ersten mal.
Heute: Mein Blog kann sprechen.
Und: Mein erstes File auf Soundcloud
(wo sich WordPress und Youtube so gegen Soundfiles sperren)

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Ordnung in Zeiten des Durcheinanders

Ich weiss, es ist uncool und nicht zeitgemäß Daten in Ordnern abzulegen. Und dennoch fühl ich mich besser dabei, es so zu tun, zu wissen, wo die Sachen sind, auch wenn ich weiss, dass die Sachen nicht da sind, wo ich glaub, dass sie sind. Daten verschieben ist ja nicht (mehr?) tatsächlich Daten verschieben sondern lediglich labeln.

Man stelle sich vor, man schreibt ein Tagebuch, eröffnet für jeden Tag ein eigenes Dokument und legt die Dokumente in der Cloud ab. Die Vorstellung, dass das Dokument „Tagebuch 6. Mai 2013“ auf einem Server in Alaska liegt und das Dokument „Tagebuch 7. Mai 2013“ irgendwo in Florida und dass sie beide nur durch eine dumpfe Suchmaschine zusammengehalten rsp. immer wieder zusammengesucht werden, ist mir ein Graus.

Man stelle sich weiter vor, man hat 12 Sorten Besteck; das silberne, das aus Plastik, das fürs Picknick etc. und von jedem Besteck jeweils Messer, Gabel, Suppenlöffel, Dessertlöffel und Kuchengabel. Die 2.0 Art sie zu „versorgen“ ist, alle in einen Topf zu schmeißen oder noch besser, sie irgendwo in der Wohung zu verteilen, in irgendwelchen Schubladen, hinterm Kleiderschrank, unterm Sofa. Funktioniert alles, so lange ich fest daran glaube, dass die Suchmaschine schon das Richtige zusammensuchen wird, wenn ich in die Suchmaske „Picknick“, „Löffel“ und „Suppe“ eingebe.

Noch abenteuerlicher wird der Gedanke bei Bildern, deren einzelne Bestandteile an verschiedenen Orten gespeichert sind, wie das seit bald zwei Jahrzehnten üblich ist, um Daten zu sparen – wobei ich daran zweifle, dass dadurch wirklich Daten gespart werden, denn die Daten, die den Dateien sagen, wo die Daten liegen sind ja auch Daten. Wie dem auch sei – man stelle sich vor, die Verknüpfungen gehen verloren. Soweit kennen wir das ja noch: Ein rotes X erscheint in der Powerpoint Datei – Bild nicht gefunden. Ein Schritt weiter gedacht: Die Verknüpfungen geraten durcheinander: Plötzlich erscheinen in der druckfertigen Datei für das Weihnachtsprogramm im Altersheim Hohenried die Bilder aus dem ebenfalls druckfertigen Porno Magazin.

Richtig spannend wird es aber erst dann, wenn wir uns Menschen und Tiere via Datentransfer durch die Welt beamen. Was für ein Pech, wenn plötzlich der Schosshund in Alaska mit Deinen Augen sieht und wenn die aus Miami zum Wochenende herangebeamte Geliebte mit dem Neonazi verknüpft wird, der zu einem Gastvortrag nach Skandinavien transferiert werden sollte.

Welche Ruhe strahlt vor diesem Hintergrund ein Buch aus, auf dem steht: „Tagebuch 2013“ oder „Sommerurlaub 2014“.

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Die Cloud - der digitale Himmel

Wollt Ihr die totale Schreibmaschine?

Das globale digitale Versenden von Daten macht eigentlich keinen Sinn.
Sätze wie „Ich habe Dir eine mail geschickt“ oder „hast Du meine mail bekommen“ wird es in Zukunft nicht mehr geben.

Denn eigentlich geht es nur um Zugriffsrechte. Wer darf was lesen und wer nicht.
„Ich habe das mit Dir geshared“ ist das neue „Ich habe Dir das geschickt“.
Und statt „Ich habe Deine mail bekommen“ heisst es dann „ich habe auf Deine mail zugegriffen“

Die Dokumente müssen also nur noch einmal vorhanden sein, versehen mit beliebig vielen Zugriffsrechten. Eine Sammelmail ist dann einfach ein Dokument, auf das eine Sammlung von Menschen Zugriff hat.

Der Gipfel dieser Entwicklung ist, dass nicht nur die Dokumente nur einmal vorhanden sein müssen sondern dass auch die Programme, mit denen sie erstellt werden nur  einmal vorhanden sein müssen. Sätze wie „Ich konnte Ihre Datei nicht lesen, auf meinem Rechner ist kein Keynote installiert, wird es dann auch nicht mehr geben. Das gerade in diesen Tagen massiv beworbene Chrome Book von Google (von wem sonst) macht’s vor – es ist nur noch ein Schreib- und Lese-Medium, hat also (soweit ich das versteh) selber gar keine Programme mehr. Es ist mehr oder weniger ein Telefonhörer zur digitalen Welt, nur mit Bildschirm.

Gibt es bald nur noch ein globales Word-Programm, auf dem alle Schreiben? Man stelle sich vor, Marx und Hitler würden zu derselben Zeit leben und gleichzeitig auf derselben Schreibmaschine an dem Manifest und an dem Kampf arbeiten – getrennt nur durch die dünne Schicht der Zugriffsrechte.

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Wie Digital Natives leiden

Beruhigend zu wissen: Auch Digital Natives leiden:

Die Cloud Lüge http://t.co/PNCXDSmiaj

Leiden sie anders?
Finde die 7 Unterschiede.

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Die Nordsee und die Wolke

Ein Heer von Sekretärinnen war über Generationen damit beschäftigt, in Unternehmen die „Ablage“ zu machen. ganze Keller sind mit Ordnern gefüllt, die Dokumente ordnen sollen. Und damit die Dokumente auch wieder gefunden werden können, nachdem sie „abgelegt“ wurden müssen sie zwingend geordnet, zu-geordnet sein. Eine Auittung von Kunde A aus dem Februar 1964 war hoffnungslos verloren und nicht wiederauffindbar, wenn sie nicht unter Kunde A und Jahr 1964 abgelegt war. Die „Suchmaschine“ war allenfalls wieder die Sekretärin und ihre Nachtschicht.

Die Generation, die sich mit dem für ein unumgängliches Prinzip gehaltenen Ordnen arrangiert hat, hat sich erst einmal über die digitale Ablage gefreut, noch mehr über die digitale Suche (obwohl die Nachtschichten dadurch auch nicht weniger geworden sind). Ganz wollte man jedoch doch nicht auf die papiererne Ablage im eisernen und feuerfesten Büroschrank verzichten. So wird dann fröhlich digital UND manual gesucht.

Wer glaubt, das papierlose Büro sei Abenteuerlich, der hat sich noch nicht mit Cloud Office Systemen auseinandergesetzt, in die die Dokumente reingeworfen werden, wie der Müll in die Nordsee. Wer nicht 100 Prozent der Suchmaschine vertraut ist darin verloren wie ein Schiffbrüchiger auf dem offenen Meer.